Tiny House - ein Trend von Amerika schwappt auch in die Schweiz

 

In Amerika gibt es diese Tiny Houses schon lange. Meist auf Trailern gebaut oder aber auf einem LKW transportierbar. Der Ursprung liegt wohl darin, dass Menschen, welche sich kein Haus leisten konnten auf diese Wohnform zurückgreifen mussten. In Amerika ist das Aufstellen eines Tiny Houses viel unkomplizierter als in Europa. In der Schweiz ist dies noch „neu“, jedoch bin ich überzeugt, dass der Wunsch sich zu verkleinern und nicht mehr so viel besitzen zu müssen immer attraktiver wird. Daher denke ich, dass auch die Behörden langsam aber sicher sich mit diesem Thema befassen werden müssen. Nicht zuletzt, nebst dem, dass es enorm gemütlich ist in so einem Häuschen, sind die Kosten und Nebenkosten bedeutend geringer. Und es soll gut überlegt sein, welche Dinge anschafft werden, denn der Platz ist und bleibt beschränkt.

In den Worten meiner Grossmutter (seelig): Alles was nöd häsch, muesch nöd allange. Wie wahr.

 

Wie entstand diese Idee bei mir?

Vor gut 10 Jahren habe ich bereits schon Pläne für ein Tiny House gezeichnet und mir diese von der Firma Schindler & Scheibling AG in Uster offerieren lassen. Allerdings war dieses Projekt ohne Räder, sondern zweistöckig in zwei Teilen auf einem Tiefgänger als Spezialtransport in Überbreite geplant. Wegen den Kosten, unter anderem für Land und Bewilligungen, verwarf ich die Idee, sie liess mich jedoch niemals mehr ganz los.

 

Letzten September 2019 entbrannte das Feuer für ein Tiny House in mir erneut und heftig auf. Ausschlaggebend war wohl, dass ich nach 13 Jahren LKW-Fahren die Anhängerprüfung absolvierte. Dies ermöglicht mir nun, mittels eines grossen Pickups, das Tiny House Gespann selber zu fahren. Denn damit

mein Konzept auch rentieren wird, muss ich unabhängig und selbständig alles rund und imTiny Restaurant bewerkstelligen können. Die verschiedensten Job’s in den letzten 20 Jahren in vielen Bereichen, haben mich zu einer Allrounderin geformt. So leicht verliere ich die Nerven nicht, in keiner Situation und ich weiss mir immer zu helfen.

 

Für mich war es beschlossene Sache: ja ich baue mir ein Tiny House, aber diesmal auf Räder. Was so ein Haus wohl kosten wird? Im Internet fand ich nur spärliche Informationen über die Kosten. Somit telefonierte ich mit einigen Tiny House-Bauer. Nach Gesprächen mit  Herstellerfirmen habe ich den idealen  Aufbauer gefunden. Allerdings gibt es da noch einen „kleine“ Unterschied: übliche Tiny Houses sind auf ein Gesamtgewicht von 3.5t ausgelegt – mein Tiny Restaurant bringt es auf ein Gesamtgewicht von stolzen 10t und eine Länge von 10 Meter !

 

Die endgültigen Eckdaten

Mittlerweilen sind die Pläne fertig und die Firma Tiny House Allgäu plant bereits die Umsetzung mit den Eckdaten 10 Tonnen, 10 Meter Länge, 4 Meter Höhe und 255cm Breite. Nicht mehr so handlich, der Platz im Tiny Restaurant ist jedoch nötig und wichtig; 220cm für die Küchenzeilen (links und rechts), sage und schreibe 5 Meter für den Gastraum inkl. Transportmöglichkeit für zusätzliches Material (z. Bsp. Holzofen) und 2.8 Meter für den Privatbereich (Bad mit Dusch/WC und Schränken sowie Spindeltreppe ins „Schlafzimmer“).